Manchmal wirkt Paul Rudd in seinem neuen Film ein bisschen wie der Dude, nur dass hinter der wenig kleidsamen Fassade kein genügsamer Alkoholiker, sondern ein gutmütiger Biobauer steckt. Mit langen Haaren und Sonnenbrille gibt er Ned, einen recht naiven jungen Mann, der allen anderen Menschen mit einem großen Maß an Grundvertrauen begegnet, selbst einem Polizisten, der ihm ein bisschen Gras abkaufen will.
Er kennt keine Grenzen und die Gürtellinie ist für ihn so unsichtbar wie der Äquator: Sacha Baron Cohen, Großbritanniens derber Tabubrecher schlechthin, bringt mit "Der Diktator" (ab Donnerstag im Kino) seinen dritten Film nach "Borat" und "Brüno" ins Kino - und zwar mit einer schieren Unmenge an herben bis politisch unkorrekten Gags, für die Lars von Trier wohl lebenslänglich von den Filmfestspielen in Cannes verbannt worden wäre.
Bei Facebook hat Bob Marley fast 40 Millionen Fans. Dabei war vom Internet noch keine Rede als die Reggaeikone, der Gitarrist und Songwriter vor über 30 Jahren starb. Nun zeichnet Kevin Macdonald ("Der letzte König von Schottland - In den Fängen der Macht") das kurze und doch so nachhaltige Leben und Wirken des charismatischen Sängers ("No Woman No Cry", "I Shot the Sheriff") nach. Der britische Regisseur und Oscarpreisträger hat dafür nicht nur auf Jamaika, in Ghana, Japan, Großbritannien und den USA gedreht, er durfte auch als erster Filmemacher die privaten Archive der Marley-Familie nutzen.